Selbsterfüllende Prophezeiung | Gesetz der Anziehung | Alina Pom

Manifestieren und selbsterfüllende Prophezeiung: und wie sie funktioniert

Die meisten Bücher über positives Denken, über das Gesetz der Anziehung, die Kraft der Gedanken und das Manifestieren zeigen dir, wie du mit Affirmationen arbeiten und deine Ziele visualisieren kannst. Doch was genau verbirgt sich dahinter? 

  

"Selbsterfüllende Prophezeiung" und "selbstzerstörende Prophezeiung"

 

In der Psychologie nennt man dieses Phänomen "selbsterfüllende Prophezeiung". Dies ist ein wissenschaftlich nachgewiesenes Phänomen, das dein eigenes Verhalten beeinflussen kann. Das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung besagt: wenn wir ein bestimmtes Ergebnis erwarten und uns ein Ziel setzen, beeinflussen wir unbewusst selbst, dass dieses Ergebnis eintritt, indem wir bestimmte Handlungen ausführen. Man erfüllt also seine eigene Prophezeiung. 

Eine sehr verbreitete Form der selbsterfüllenden Prophezeiung findet man in der Medizin: Tritt nach Einnahme eines Placebos eine Verbesserung oder Genesung ein, spricht man vom Placebo-Effekt. Die positive Erwartung, dass beispielsweise die Entzündungen nachlassen, reicht bereits aus, um tatsächlich eine Entzündungslinderung zu bewirken.

Der Gegensatz zur selbsterfüllenden Prophezeiung ist die "selbstzerstörende Prophezeiung". Sie löst Verhaltensweisen und Reaktionen aus, die zur Folge haben, dass das gewünschte Ergebnis nicht eintritt.

 

Wann funktioniert die selbsterfüllende Prophezeiung? 

 

Die selbsterfüllende Prophezeiung funktioniert hervorragend und zuverlässig, wenn das Mindset auf die Wünsche abgestimmt sowie auf eine achtsame Wahrnehmung ausgerichtet ist und die bewusste Gedankensteuerung beherrscht.

Andernfalls schwankt es immer wieder zwischen der selbsterfüllenden und selbstzerstörenden Prophezeiung. Wenn dein Mindset für deine Wünsche nicht bereit ist, bewirkt der Effekt der Affirmationen und der Visualisierung das Gleiche wie eine Salbe auf einem rostigen Nagel im Fuß. Damit die Salbe einen Effekt hat, muss zuerst der rostige Nagel herausgezogen werden!

Dieser rostige Nagel steht für negative Glaubenssätze, Emotionen und Gedankenmuster. Im ersten Schritt der Mindset Transformation wird wir genau hier angesetzt - an der Ursache. Der rostige Nagel (Ängste, Zweifel, Blockaden) wird entfernt und im zweiten Schritt wird eine Salbe aufgetragen (Liebe, Dankbarkeit, Freude).

 

Die Mindset-Transformation kurz erklärt

 

Was genau passiert in diesem Transformationsprozess? Das Prinzip lässt sich sehr einfach mit einer "Search & Replace" Funktion vergleichen. Wenn wir aus dem Auto-Pilot-Modus aussteigen, aktivieren wir ein Programm, das alle Gedanken und Emotionen nach bestimmten Kriterien durchsucht und durch positives Denken und Fühlen ersetzt. Wie ein Scanner durchleuchtet das "Search & Replace"-Programm alles, was wir aussenden und empfangen. Treten dabei negative Glaubenssätze oder Ängste zutage, werden diese durch positive Gedanken und schöne Emotionen ersetzt.

Die "Search & Replace"-Funktion kann mehrere Tage oder Wochen brauchen, um das Unterbewusstsein Schicht für Schicht zu durchforschen. Das Unterbewusstsein benötigt im Durchschnitt 30 Tage um neue Muster langfristig abzuspeichern und neue Gewohnheiten als "wichtig" zu bewerten.

Jeder von uns hat unnötige Autopilot-Programme, die wir in unserem Leben teilweise unbewusst erschaffen haben. Oft werden diese als Schicksal, Karma oder Charakter bezeichnet, doch dies ist nur eine Flucht vor der Verantwortung des eigenen Denkens und Handelns. Die selbsterschaffenen Programme im Mindset geben dabei die Tendenz und Richtung vor, in die wir gehen. Auch wenn du in eine andere Richtung gehen möchtest, leiten sie zunächst in die vorgeschriebene Tendenz, um den Kurs des Autopiloten zu halten.

Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nicht umlenken können. Dafür benötigt unser Geist lediglich etwas Zeit sowie gezielte und bewusste Arbeit, um diese Programme umzuschreiben. Die Umprogrammierung erfordert die Beherrschung über den eigenen Körper und über die eigenen Gedanken und Emotionen. Wenn wir unseren Körper (Handlungen, Gewohnheiten, Bewegung) kontrollieren können, werden 15% bis 20% unserer Autopilot-Programme in unseren eigenen Händen liegen. Wenn wir unseren Körper und unsere Gedanken kontrollieren können, werden 50% bis 60% der Autopilot- Programme in den eigenen Händen liegen. Wenn wir die Herrschaft über unseren Körper und unsere Gedanken und Emotionen haben, steuern wir fast 100% unserer Autopilot-Programme in die gewünschte Richtung.

Daher ist es sehr wichtig, den Transformationsprozess immer aktiv am Laufen zu halten, um nicht zurück in den alten Modus zu verfallen. Das Gehirn, das Mindset und die Autopilot-Programme lernen während des Transformationsprozesses auf eine neue Art und Weise zu "laufen". 

 

Das Erfolgsgeheimnis

 

Das Hauptgeheimnis des Erfolgs liegt dennoch nicht in den Methoden und Büchern, sondern darin, ob du sie anwendest oder nicht. Wenn du also etwas liest oder hörst, was du bereits kennst, frage dich nicht, ob du es schon kennst, sondern ob du das Wissen auch anwendest. Jemand von außen kann dich nicht verändern. Nur du selbst hast es in der Hand.

Wenn wir nicht freiwillig auf dem direkten und "guten" Weg wachsen, neue Erfahrungen sammeln und Neues lernen wollen, dann bringt uns das Leben unbequeme Umstände und "erzwingt" das Wachstum durch unschöne Umwege und Lektionen. Wir bleiben niemals auf der Stelle stehen. Denn wir sind dafür da, um Erfahrungen zu sammeln und zu wachsen. Wir sind dafür da, uns zu entwickeln und uns zu transformieren. Es ist ein natürlicher Prozess - wir können nicht anders.

 

Wissenschaftliche Beweise 

 

Placebos

Ein wissenschaftlicher Beweis für die machtvolle Kraft des Glaubens sind die Placebos. In der evidenzbasierten Medizin werden sie nicht in der Therapie eingesetzt, sondern in der Forschung für kontrollierte Medikamentenstudien. Um zu prüfen, ob die Wirkung eines Medikaments tatsächlich funktioniert, erhält eine Gruppe den Arzneistoff und eine Kontrollgruppe ein Placebo: eine Pille ohne Wirkstoff. Dabei wird während der gesamten Studie geheim gehalten, wer was bekommt. Erst zum Schluss der Datenauswertung wird offengelegt, welche Gruppe das echte Medikament bekommen hat. 

Das Endergebnis der Studie sieht z.B. so aus, dass die ursprünglichen Symptome bei 60% der Probanden verschwunden sind, die das Arzneimittel erhalten haben, aber auch bei 40% der Probanden, die das Placebo geschluckt haben. Die Differenz von 20% ordnet man der tatsächlichen Wirkung des Medikaments zu. Das bedeutet, dass das Placebo durch eine bloße Erwartung immer eine Wirkung hat. Dabei geschieht die Wirkung nicht nur in der Vorstellung, sondern ganz real in Körper. 

In einer Studie wurde eine Injektion mit angeblichen Schmerzmitteln verabreicht. Anschließend konnten die Forscher in mehreren Gehirnbereichen der Probanden beobachten, wie körpereigene schmerzlindernde Substanzen ausgeschüttet wurden. Der Glaube daran, dass die Injektion ein Schmerzmittel enthielt, hatte die gleichen körperlichen Aktivitäten in Gang gesetzt, wie bei einer Injektion mit tatsächlichem Schmerzmittel. 

 

Noecebos

Neben den Placebos gibt es auch sogenannte "Nocebos". Bekannt geworden sind die durch den Fall von Derek Adams, der wegen eines Streits mit seiner Freundin Suizid begehen wollte. Er hatte einige Wochen zuvor von seinem Arzt ein Antidepressivum erhalten und nahm die ganze Packung auf einmal ein. Er ahnte jedoch nicht, dass sein Arzt ihm lediglich Zuckerpillen gegeben hatte. Dennoch war sein Kreislauf kollabiert und er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo man nach dem Auspumpen des Magens feststellte, dass Derek lediglich Zuckerpillen eingenommen hatte.

 

Angst vor dem Versagen

Es steht eine wichtige Prüfung an und du gehst mit der Einstellung "Das wird sowieso nicht klappen" rein, obwohl du dich optimal darauf vorbereitet hast. Unbewusst beeinflusst deine negative Prophezeiung dein Verhalten so sehr, dass die Wahrscheinlichkeit für ein schlechtes Ergebnis tatsächlich ansteigt. 

 

Unfallgefahr bei Senioren

Studien belegen, dass Senioren, die größere Angst vor einem Sturz hatten, häufiger tatsächlich gestürzt sind, als Altersgenossen, die weniger Angst davor hatten. 

 

 

Der Glaube hat also eine machtvolle Kraft in beide Richtungen. Er ist wie ein Motor, der uns antreibt und immer wieder aufstehen lässt! 

 

 

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